Das ist Tox.org Phase 4.








Ein Traum:

Ich finde mich in einer Wohnung wieder, in einem Haus, ca. im 2. Stock. Dicker, beige-farbener, plüschartiger Teppich in allen Räumen. Leute, die herumgehen. Nicht zackig, aber effektiv. Ich denke an Geheimdienst...
Ich verstehe nicht, was sie tun, warte ab. Ich mache einen Schritt zurück, um mich an die Wand zu lehnen, als ich einen stechenden Schmerz in der Sohle des linken Füßes spüre, wie von vielen Nadeln (denn wie immer gehe ich barfuß).
Ich blicke nach unten und frage mich dabei: Ein Igel? Hier? Ein Seeigel? Hier?
Doch es ist eine Art Meerschweinchen, mit stacheligem Fell am Rücken. Die dünnen Stacheln sind gestreift wie die eines Stachelschweins. Das Tier hat nichts abbekommen, und ich setze mich auf den Boden, um meinen Fuß zu begutachten. Ich ziehe Stacheln heraus (und erinnere mich dabei an Tetsuo in Katsuhiro Otomos Akira, wie er die Glassplitter aus seinem Fuß zieht). Sie haben keine Widerhaken, es bedarf aber trotzdem einiger Kraft, um sie herauszuziehen.
Doch es laufen mehrere dieser stacheligen Tiere herum, und die Leute um mich herum müssten sie eigentlich sehen, reagieren aber nicht auf sie. Arbeiten sie zusammen? Ich durchschaue das nicht, und um nicht noch einmal gestochen zu werden gehe ich in den Keller, um mich in Ruhe meinem Fuß widmen zu können.
Der Raum, in den ich im Keller gehe, ist hell und weiß.
Ich setze mich hin und ziehe weitere Stacheln aus dem Fuß, büschelweise. Sie sind nun weicher.
Es liegt Zeug herum, Pläne, Gerätschaften. Ungeordnet, oder zusammengefallen, wie in einem alten Grab.
Irgendjemand sagt im Vorbeigehen etwas dazu, doch ich habe das Gefühl, er will mich in die Irre führen.
Ich blicke zum Kellerfenster, hindurch auf die Straße und sehe, dass von oben etwas herabfällt, immer wieder. Kleine Objekte mit gestreiften Stacheln dran, wie Sporen oder Samen der stacheligen Tiere. Ich erkenne, dass sie von einem der Fenster über mir kommen müssen.
Ich denke mir: Welcher Idiot streut hier Samen von stacheligen Tieren aus, die Menschen verletzen?
Ich erhebe mich wieder und trete vorsichtig auf den Fuß auf, in dem immer noch Stacheln sind, und spüre keine Schmerzen. Also gehe ich wieder hinauf und sehe einen dicken, geradezu kugelrunden Mann auf einem Sessel knien, vor dem offenen Fenster, die Objekte hinauswerfen. Er hat mir den Rücken zugewandt und ich sehe sein Gesicht nicht, aber ich verstehe trotzdem, dass er offenbar Freude daran hat. Er reagiert nicht auf mich, also versuche ich ihn am Hintern zu packen und anzuheben, um ihn zu erschrecken und davon abzubringen, weitere Samen auszustreuen. (Er passt ganz offensichtlich nicht durchs Fenster, also ist keine Mordabsicht dabei. Ich bringe nie jemanden um im Traum. Nur einmal einen schwarzen Tier-Dämon mit langen Krallen. Aber der verfolgte mich wirklich hartnäckig, durch verwinkelte Gänge ohne Fluchtmöglichkeit, und mit eindeutigen Absichten. Da hatte ich dann plötzlich ein Katana in Händen und benutzte es...)
Es gelingt mir nicht, den Kerl mehr als ein paar Zentimeter anzuheben, oder von seinem Tun abzubringen. Nicht einmal seine Aufmerksamkeit kann ich gewinnen. Und ich denke mir: Na toll, alles was ich getan habe, war einem Mann an den (mit Jeans bekleideten) Hintern zu fassen. Ich gehe in andere Räume, und es gibt Interaktionen mit Leuten, als ich plötzlich gellende Schreie höre.
Schreckliche Schreie, wie von einem Menschen in höchster Not.
Ich laufe zu dem Raum, aus dem sie kommen, um ihm zu helfen, und bemerke dabei: es sind eigentlich nur zwei Schreie, die immer wieder wiederholt werden. Offenbar eine Aufzeichnung...
Als ich durch die offene Türe gehe, geschieht alles ganz schnell:
Rechts kniet ein Mann.
Auf ihn zu springt ein Hund (eine Art Collie mit langen Haaren), zerzaust und in großer Angst, in die rettenden, offenen Arme des Mannes.
Links hinter dem Hund, und scheinbar der Grund für seine Angst, liegt eine große Schlange am Boden, beige wie der Teppich.
Links und rechts von ihr stehen zwei Soldaten, die Sturmgewehre auf ihren Kopf gerichtet haben.
Sie schießen der Schlange in den Kopf.
Ich sehe die Einschläge, die aufplatzende Haut.
Die Situation ist damit offenbar bereinigt, denn von den Bewaffneten geht für Mensch und Hund keine Gefahr aus.
Ich setze mich also wieder, um mich meinem Fuß zu widmen. Nun sind es feine Fellbüschel, die ich aus ihm herausziehe. Und ich sehe, dass auch der rechte Fuß beginnt, auf der Sohle Fellbüschel zu bekommen. Aber das stört mich nun nicht mehr, denn nun sind sie ja weich, und man kann damit gehen.
Doch seltsam...
Bevor der linke Soldat geschossen hatte, hatte er schnell mit flacher Hand an den Kopf der Schlange gegriffen, an die ihm abgewandte Seite, um ihn zu sich hin zu bewegen, sodass er danach mir zugewandt war, und nicht mehr, wie zuvor, dem fliehenden Hund.
Ich dachte mir in dem Augenblick schon: Hat der denn keine Angst, dass die Schlange zubeißt?
Und nach den Schüssen dachte ich: Wozu sollte es gut sein, ihren Kopf zu bewegen? Auf sie schießen hätte er auch so können.
Dann fällt mir ein, dass sich die Schlange nie von selbst bewegt hatte. Sie steckte ja auch in etwas Weißem, Sackartigem.
Ich hatte sie nie mit offenem Maul gesehen. Ist der Hund denn überhaupt gebissen worden? Er hatte jedenfalls keine Wunden, war nur zerzaust und verschreckt. Und auch die Einschüsse am Kopf der Schlange zeigten kein Blut. Sie war also scheinbar schon tot, und ausgestopft.
Und wer kann so geschrieen haben?
Nur der Hund hätte Grund dazu gehabt, und auch der war es nicht, denn die Schreie waren ja nicht echt.
Das Ganze war offenbar inszeniert, und der Einzige, der, außer mir, dem Beobachter, nicht eingeweiht war, war der Hund.


Man sagt, die Götter kommen in Menschengestalt auf die Erde, von Sirius und Orion, von Aldebaran, Lyra, den Pleiaden...
Hunde, Drachen, Schlangen, Insekten, Frösche, Fische...
Und dass das keine Alien-Invasion ist, sondern ein Aspekt des Menschseins. Immer schon...
Denn die Erde ist für alle eine Bühne, auf der sie sich beweisen müssen.
Und dass die Götter hier zu echten Menschen werden, die nichts von ihrem Ursprung wissen, um Erfahrungen zu machen, Prüfungen abzulegen, und den Menschen zu helfen, soweit die das zulassen.
Und soweit sich diese Menschen-Tier-Götter nicht Angst einjagen, entmutigen oder täuschen lassen...

Man sagt, dass Hunde und Schlangen in ihrer Heimat einst einen schrecklichen Krieg fochten, nun aber Frieden halten.

Man sagt auch, dass sich ein Teil der Menschen mit Drachen verbündet hat.
(Und die Schlange im Sack hätte, weiter hinten, genausogut Beine haben können...)

Und man sagt, dass diese Menschen eine fake Alien-Invasion inszenieren wollen, um die anderen Menschen besser beherrschen zu können.
Und dass sich danach die echten Götter zeigen werden, um den Betrug aufzuklären...

Danach, oder auch schon mal davor?

Obwohl...
Für davor wär's eigentlich schon zu spät. Weil es bereits losgeht...