die lügen der meteorologen



meteorologen sehen chemtrails auf ihrem wetterradar, und sie verstehen natürlich, welche auswirkungen die auf das wettergeschehen haben. sie wissen also bescheid...
und doch werden die staubschwaden, die sich aus chemtrails bilden, im wetterbericht regelmäßig als "schleierwolken" bezeichnet (was einen natürlichen ursprung impliziert).
das ist irreführung...
direkt auf chemtrails angesprochen sagen meteorologen, das seien bloß kondensstreifen, die sich halt "manchmal länger halten".
das sind lügen...

als am 10. jänner 2015 extrem bunte wolken zu sehen waren (in ganz mitteleuropa, wie sich später herausstellte), baten wir mehrere stellen um eine erklärung. wir vermuteten, dass sie folge der aerosolausbringung bzw. der elektromagnetischen manipulation seien.
herr mag. k. vom zamg stellte sich unseren fragen, freundlich und detailliert (weswegen wir hier weder seinen namen noch seine email adresse zeigen, sondern ihn k. nennen (nicht zu verwechseln mit a.k., der uns anfangs antwortete, mit einer, offenbar in reaktion auf reges publikumsinteresse, vorgefertigten erklärung), und uns t.).
dafür, dass er uns überhaupt geantwortet hat, muss man ihm einerseits dankbar sein, andererseits belog er uns natürlich.
denn unsere fragen zielten in zunehmender deulichkeit darauf ab, ob das, was wir täglich über unseren köpfen sehen, seiner meinung nach chemtrails seien.
die antwort war kein klares nein, denn herr k. war gut gecoached und vermied es, das wort chemtrails zu benutzen. er schrieb aber, dass das, was auf unseren fotos zu sehen ist, normale kondensstreifen seien. nichts, was man nicht mit wasser und wind erklären könne...
vermehrtes flugaufkommen sei die erklärung für vermehrt sichtbare streifen am himmel, und winde würden sie von horizont bis horizont tragen (!). winde würden sie auch zu den schlieren und fäden formen, die wir auf uns herabsinken sehen. und der (beinahe tägliche) schleier, der die fernsicht trübt, sei bloß eine nebelbank.

wannimmer chemtrails sichbar sind, ist die offizielle erklärung, dass es sich um normale kondensstreifen handelt, die sich halt "manchmal länger halten".
zwischen "manchmal" und "so gut wie immer" scheint es keinen unterschied zu geben (und wir hegen selbst am "manchmal" ernste zweifel). und dass alles (also explosionsartig vermehrtes flugaufkommen, beständige streifen am himmel und der weiße nebel) plötzlich vor sieben jahren begann, wird nicht thematisiert.
wenn am selben tag lange und kurze streifen sichtbar sind, liegt es angeblich an den lokal bzw. temporär unterschiedlichen umweltbedingungen.
selbst wenn zwei flugzeuge nebeneinander fliegen, und eines einen kurzen streifen hinterlässt und das andere einen 20mal längeren, soll das die erklärung sein, denn es genügt ja angeblich schon, dass eines der beiden ein paar meter höher fliegt als das andere.

was aber, wenn ein und das selbe flugzeug zugleich kondensstreifen und chemtrails ausstößt? (das ist regelmäßig zu sehen, wenn nämlich ein flugzeug mit vier triebwerken nur zwei (extrem) lange streifen hinterlässt.)
kann man das auch wegerklären?
wir wissen es nicht, denn herr mag. k beschloss, auf diese frage dann nicht mehr zu antworten.


hier die (vollständige) kommunikation:
(unsere fragen in blau, die antworten in orange)




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Betreff: wolken, sehr bunte
Datum: 12. Jänner 2015 02:17:15 GMT+01:00
An: a.k.

sehr geehrter herr dr. a.k.,
koennen sie uns bitte sagen, wie solche wolken zustandekommen?

freundliche gruesse,
t.

fotos:



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Am 12.01.2015 um 17:09 schrieb a.k.:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Beim von Ihnen angefragten Phänomen handelt es sich um sogenannte "irisierende Wolken" (griech. Iris = Regenbogen).
Dieses Phänomen zählt zu den Lichterscheinungen der sogenannten "Fotometeore", welche durch Lichtbeugung sowie durch Interferenz bevorzugt an
"lenticularen Wolken" (lat. lenticularis = linsenförmig), also an Wolken die durch Wellenbewegung der Luft entstehen (z.B. die umgangssprachlichen
"Föhnfische"), oder auch oft an den Rändern von dünnen, teils durchscheinenden Wolken in der Troposphäre auftreten. Das Irisieren entsteht
dabei durch die Beugung bzw. Interferenz des Lichtes an Wassertröpfchen oder Eispartikel von unterschiedlicher Größe an mittelhohen Wolken der
Gattung Altocumulus oder an hohen Wolken der Gattung Cirrus. Häufig treten die Farben purpurrot, blau und grün auf, die meist pastellfarbenartig
abgestuft sind und an Perlmutt erinnern. Aufgrund von unterschiedlich großen Wassertröpfchen bzw. "Dichtheit" der Wolken kann das Irisieren
unregelmäßig sein, verläuft aber häufig parallel zum dünnen Wolkenrand. In weniger als 20° Winkelabstand von Sonne bzw. Mond tritt diese
Leuchterscheinung oft auch als in Regenbogenfarben schillernder Kranz auf.

Die Leuchterscheinung ist nicht ungewöhnlich und tritt sowohl am Tag (Sonnenlicht) als auch in der Nacht (Mondlicht) relativ häufig auf, allerdings
können die Farbspiele speziell bei turbulenten Wetterlagen (etwa Sturmtiefs, Föhnwetterlagen) wie am letzten Wochenende besonders leuchtintensiv
sein, da Altocumuluswolken und speziell lenticulare Wolken dann gehäuft auftreten.

Nicht zu verwechseln ist die gesichtete Erscheinung mit den sogenannten "Perlmuttwolken" (auch "polare Stratosphärenwolken") oder leuchtenden Nachtwolken,
welche zwar ebenfalls auf Lichtbeugung bzw. Interferenz beruhen (und somit auch zu den Fotometeoren zählen bzw. irisierende Effekte aufweisen
können), jedoch bei bestimmten Bedingungen in höheren Schichten der Atmosphäre (Stratosphäre bzw. Mesosphäre) auftreten.

Das "Polarlicht" zählt zu einer anderen Klasse von Leuchterscheinungen (sogenannte "Elektrometeore") und wird durch das Ionisieren von Luftpartikeln in
den oberen Atmosphärenschichten aufgrund von Wechselwirkungen zwischen Erdmagnetfeld und Sonnenwind hervorgerufen.

Mit dem Durchzug des Sturmtiefs wurden am Wochenende in ganz Mitteleuropa irisierende Wolken beobachtet, entsprechend viele Meldungen, Fotos und auch
Zeitungsberichte finden sich zurzeit im Internet.

Wir danken Ihnen für Ihre aufmerksame Beobachtung und ermutigen Sie weiterhin zur Beobachtung von atmosphärischen Erscheinungen.

Mit freundlichen Grüßen
k.

Mag. k
Fachabteilung Klima/Department Climatology
Bereich Kundenservice/Division Customer Service
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
1190 Wien, Hohe Warte 38
Tel.:  +43 (0) 1 / 36 0 26 / 2238
Fax: +43 (0) 1 / 36 0 26 72
www.zamg.ac.at
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Betreff: Aw: wolken, sehr bunte
Datum: 13. Jänner 2015 04:25:34 GMT+01:00
An: a.k.

sehr geehrter herr a.k.,
danke fuer herrn k.'s erklaerung.

er schreibt, dass diese erscheinung natuerlich sei, und nicht ungewoehnlich.
wir haben sie jedoch in 40 jahren noch nie gesehen.

koennen sie ausschliessen, dass diese erscheinung durch etwas anderes als wassertroepfchen und eispartikel verursacht wird, naemlich durch von flugzeugen
verspruehte aerosole?
wir haben sie naemlich auch schon einmal an einem anderen tag gesehen, und da hatten wir den starken verdacht, dass chemtrails etwas damit zu tun hatten.
(siehe fotos unten)

freundliche gruesse,
t.

fotos:



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Am 19.01.2015 um 16:26 schrieb k:

Sehr geehrte/r Herr oder Frau t.,

anbei sende ich Ihnen den Ausschnitt eines alten Standardwerkes der Meteorologie. Das Buch "Meteorologische Optik" (2. Auflage, 1922), wurde von Joseph
Pernter und Felix Maria von Exner-Ewarten (im übrigen beide österreichische Meteorologen, welche Vorreiter auf Ihrem Gebiet waren) im Jahr 1901
geschrieben. Schon damals, also schon lange vor der Einführung des kommerziellen bzw. militärischen Flugverkehrs, war das Phänomen der
irisierenden Wolken bekannt und wurde genauso beschrieben, wie es auch heute zu sehen ist.

Zu den von Ihnen gesendeten Fotos ist anzumerken, dass Österreich am 26. August 2014 im Bereich einer verwellenden Frontalzone gelegen ist (Wetterkarte). 
Durch die Warmfront kam es in höheren Luftschichten zu einer natürlichen Kondensation (Bildung von Wassertröpfchen) bzw. Resublimation 
(Bildung von Eiskristallen) an Aerosolen, welche zu jedem Zeitpunkt an allen Orten der Erde vorhanden sind. Durch die feuchte Umgebung konnten vorhandene
Contrails (Kondensstreifen) von Flugzeugen lange erhalten bleiben, durch Turbulenz bzw. Labilität konnten sich diese verformen. Die gesehenen Effekte
sind nichts außergewöhnliches, die farbigen Flecken im zweiten Foto sind sogenannte Nebensonnen, welche durch Brechung des Sonnenlichtes an
Eiskristallen der hohen Schleierwolken (Cirren) auftreten. Dieses Phänomen ist auch in den Polarregionen zu beobachten, wo es keinen Flugverkehr gibt.

Sollten Sie sich für atmosphärische Optik bzw. meteorologische Phänomene im Allgemeinen interessieren, kann ich Ihnen als Einstieg z.B. das Buch "Farbatlas
Wetterphänomene" von Hans Häckl (1999) empfehlen, welches am Himmel gesehenes gut verständlich beschreibt und dabei nicht auf Formeln angewiesen ist.

Mit freundlichen Grüßen
k.
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Gesendet: Dienstag, 20. Jänner 2015 03:53
An: k.
Betreff: Re: wolken, sehr bunte

sehr geehrter herr mag. k,

danke fuer ihre antwort.
wir sehen nun, dass bunte wolken nicht unbedingt etwas mit chemtrails zu tun haben muessen (wenn wir auch noch fotos gefunden haben von wolken, die in
keine der von ihnen genannten kategorien passt, attached unten).

auf dem ersten foto sehen sie, wie der himmel bei uns fast taeglich aussieht.
wir denken, dass er voller chemtrails ist.
sie schreiben, kondensstreifen koennten sich unter bestimmtem umstaenden laenger halten, aber diese streifen halten sich nicht bloss laenger, sie
loesen sich ueberhaupt nie auf. ihr inhalt verteilt sich bloss, und sinkt dann langsam auf uns herab, woraufhin wir ihn rund um die uhr einatmen muessen.

oder wuerden sie sagen, dass wir uns da irren?

freundliche gruesse,
t. (herr)




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Von: k.
Betreff: AW: wolken, sehr bunte
Datum: 20. Jänner 2015 09:46:06 GMT+01:00

Sehr geehrter Herr t.,

auch in diesem Fall sorgte eine schwache Warmfront in der Höhe für eine Anfeuchtung, dadurch konnten sich Kondensstreifen lange halten und
ausbreiten bzw. heben und sich absenken oder ihre Formen verändern (Wetterkarte). Kondensstreifen sind nichts anderes als Eisnebel in hohen Luftschichten.
Wenn Sie eine Nebelbank oder eine Nebelschwade am Boden sehen, dann ist es für Sie doch auch logisch, dass aufgrund einer feuchten Witterung die
vorhandene Luftfeuchtigkeit zum Teil kondensiert und, sofern die Wetterbedingungen gleich bleiben, an Ort und Stelle während sie Ihre Form
verändern können. Im Falle der lange sichtbaren Kondensstreifen kann die Höhenströmung sogar über das gesamte Himmelsgewölbe tragen, ohne dass sich diese
auflösen.

Dies ist durch Grundprinzipien der Thermodynamik und Hydrodynamik erklärbar.

Das vermehrte Auftreten der Kondensstreifen der letzten Jahrzehnte ist durch den wachsenden Flugverkehr erklärbar.

Mit freundlichen Grüßen
k.
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Betreff: Aw: wolken, sehr bunte
Datum: 21. Jänner 2015 15:46:40 GMT+01:00
An: k.

herr mag. k,

wir haetten zu diesem thema noch eine frage:

wir verstehen dass man das, was wir und viele andere fuer chemtrails halten, als kondensstreifen sehen kann, die sich eben manchmal laenger halten.
und selbst, wenn von zwei flugzeugen, die man zur selben zeit sieht, eines einen kurzen streifen hinterlaesst, und das andere einen 20mal laengeren, koennte
man sagen das liegt daran, dass sie in unterschiedlichen hoehen fliegen, unter unterschiedlichen umweltbedingungen.

doch was, wenn ein flugzeug mit vier triebwerken nur zwei lange streifen hinterlaesst?
wir wuerden meinen, es stoesst aus allen vier triebwerken kondensstreifen aus, die sich rasch aufloesen, und zusaetzlich aus zwei triebwerken (oder aus
anderen duesen) chemtrails.

oder gibt es dafuer auch eine einfache erklaerung?
offensichtlich stossen die flugzeuge auf den foto hier zwei verschiedene substanzen aus, mit unterschiedlichen (aufloesungs-) verhalten. die
koennen dann ja nicht beide eis sein, oder?

freundliche gruesse,
t.


fotos:



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